Mittwoch, 20. Juni 2018

Vorfreude, warten und Geduld - wie ich gelernt habe diese Gefühle zu geniessen


Wir warten immer auf etwas.

Auf eine liebe Person, auf eine Reise, auf eine Entscheidung....

Könnten wir nicht auf etwas warten, hätten wir auch nichts auf was wir uns freuen können.

Ich bin eher der aktive Typ Mensch und denke immer "wenn Du nichts tust, dann kommt auch nichts".  

Genau dieses Streben danach kann das wunderbare Gefühl der Vorfreude, des Wartens und der Geduld zerstören.

Du kennst dieses Gefühl....


...wenn Du am Flughafen auf Deinen Flieger wartest und alles ist erledigt. Die Koffer sind (hoffentlich) unterwegs, die Wohnung sauber und ordentlich, die paar wenigen Pflanzen die noch leben versorgt und Du? Du musst nur noch einsteigen und Deine Ferien geniessen.

Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie ich genau in diesem Moment noch 100 Sachen erledigen will. Die letzten Whatsapp-Meldungen abchecken, Mami anrufen, den Duty Free-Bereich erkunden und so weiter.

Wieso? Wieso geniesse ich nicht einfach die unbequemen Flughafen-Sitze, schliesse die Augen, halte die Hand meines Mannes und FREUE MICH AUF DAS WAS KOMMT?

Wieviel Mal haben wir schon gesagt: "Vorfreude ist die schönste Freude"...und JAAAAAA...sie ist es!

Alles ist noch vor Dir und ALLES ist möglich.

Ein wunderbares Gefühl! Für mich schon fast eine Droge. Ich liebe es mich auf etwas zu freuen, kann wie ein Kind verschmitzt und heimlich dabei lächeln, den Purzelbaum im Magen spüren und einfach geniessen.

Vorfreude macht gute Laune und die steckt an. Wenn Du Dich auf dieses Gefühl konzentrierst, dann geht ohne grosse Mühe eine kleine Sonne in Dir auf...und strahlt auf Dich und Deine Mitmenschen.

Das dabei Geduld und Warten können eine grosse Rolle spielt, ist ja klar.

Mir hilft es, wenn ich mich mental in die Situation "rein-denke" und mich dabei wirklich nur auf das positive konzentriere. Ich fliege an einem schönen Ort direkt am Meer? Ich sehe mich schon am Strand während ich unter dem Sonnenschirm die Sonne geniesse.

Ich denke nicht an das Hotel, an die eventuellen Verspätungen am Flughafen, an Stau oder was auch immer alles schief gehen kann.

Ich habe gelernt, dass die negativen Dinge eh passieren...ob man will oder nicht. Wieso soll ich mir die Freude dadurch vermasseln lassen?

Ich gebe es zu.

Das ist nicht immer einfach. Ich ertappe mich trotzdem immer wieder, wie ich mir Sorgen mache um X verschiedene Sachen und manchmal Angst vor dem Ungewissen habe.

In diesen Momenten gebe ich meiner Schwäche kurz Zeit um sich so richtig auszutoben (meine mentalen Tragödien müsste man verfilmen) und danach ist SCHLUSS DAMIT!

Schlussendlich habe ich mir das verdient. Ja! Ich darf mich freuen, ich darf geniessen, ich darf positiv sein.

Es ist nämlich meine Entscheidung wie ich leben und fühlen will und dementsprechend habe ich die Macht das zu bestimmen.

Eine Lebenseinstellung die ganz einfach funktioniert und zumindest zeitweise sehr GLÜCKLICH macht.

Deine
Cinzia