Donnerstag, 30. Juni 2016

Sommerferien - Erwartungen vs Realität



Du weisst schon...beim Wort Sommer denkst Du sofort an einem wunderschönen Strand, absolute Entspannung, gebräunte Haut, Deine Haare mit trendigen Beachlocken und der Waterproof-Mascara der wirklich den ganzen Tag hält. Dazu trägst Du den coolsten Bikini und Deine Selfies (die Du natürlich im Stundentakt auf den Social Medias veröffentlichst) sind einfach perfekt.

Ja...das ist der perfekt Sommer!


Leider werden unsere Erwartungen meisten von der Realität...sagen wir mal...überrollt. Ist es bei Dir nicht so? Aha...Du bist vermutlich die Zwillingsschwester von Gigi Hadid und einfach das Du es weisst: ab jetzt hasse ich Dich! ;O)

Der Ferienkoffer

Ich bin schon müde. Bevor ich damit anfange. Mit was? Natürlich Koffer packen! Ganz ehrlich? Nach dem Kofferpacken brauche ich keine Ferien, sondern ein Jahresaufenthalt in einer Wellness-Oase. Seit Jahren schleppe ich 1000 Sachen mit (die ich natürlich nicht brauchen werde) und das unbehagliche Gefühl, etwas wichtiges vergessen zu haben (und ja...ich vergesse IMMER etwas wichtiges!) ist auf dem Hinflug/Hinfahrt mein ständiger Begleiter. Sozusagen: Ich, mein Mann, und meine 2 Kinder (davon heisst eins "Forgetme").

Am Strand

Du kennst die berühmte Filmszene aus den Movies...die sexy Frau gleitet wie eine Sirene über das Wasser...ach ne...das war ja ein anderer vor 2000 Jahren...okay...von vorne...die sexy Frau gleitet elegant durch's Wasser und schreitet mit sicheren, leopardenähnlichen Schritten aus dem Wasser.

Ich nicht! Meistens kontrolliere ich mein Bikini, ob es nicht verrutscht ist. Und ja...es ist garantiert verrutscht. Dazu trete ich auf die einzige Muschel die es noch im ganzen Mittelmeer gibt, renne von irgend einer Qualle mit panischen Bewegungen weg und schreie wie ein Teenie am Justin Bieber Konzert.

Mein Mann versteckt sich inzwischen hinter einem Sonnenschirm und sagt zu den Sitznachbarn, dass er alleinerziehnder Vater ist.

Wassertemperatur
  • 30 Grad: okay
  • 29 Grad: ehhhh...ich weiss nicht.
  • 28 Grad: arschkalt
  • 25 Grad: wo bin ich? Am Nordpol? Ciao-Ciao!
Vorher habe ich Dir erzählt, wie ich aus dem Wasser rauskomme. Das Reingehen ist fast traumatischer. Meistens spiele ich elegant und leichtfüssig mit der 2. Muschel die es bis zum Strand geschafft hat (oder ist es Hundekacke?), danach setze ich ganz unauffällig die Spitze meines kleines Zeh's in das Wasser (als würde ich nach jahrelangem Highheels-Tragen noch irgend etwas an den Fussspitzen spühren).

Nach gefühlten 2-3 Stunden habe ich es geschafft! Ich bin bis auf Kniehöhe im Wasser! Yeah! Ich bin sooooo stolz auf mich! Meine Frisur sitzt, niemand hat irgend etwas bemerkt (der ganze Strandabschnitt lacht sich kaputt) und ich kann jetzt langsam (meine Definition von langsam verändert sich extrem beim Eintreten ins Wasser) vorwärts machen.

Natürlich wird daraus nichts! Ihr kennt ja diese unmöglichen Menschen die tatsächlich in's Wasser reinspringen, als hätten sie sich 3 Jahre nicht gewaschen.

Fazit: ich bin klitschnass, meine Frisur ist im Eimer und mein Strandpublikum ist amüsiert.

Die Abfahrt

Alles hat ein Ende und die Ferienzeit sowieso! Irgendwie ist die Zeitmessung ganz anders während den Ferien, findest Du nicht auch? Da hat man kaum die Hundekacke am Strand entdeckt und schon sitzt man wieder im Flugzeug/Auto.

Im Gepäck hat es aber ganz viele neue Sachen....und die wiegen nichts...

Den unsere Erinnerungen sind schwerelos und wir können sie überall mitnehmen, ohne dafür Zollsteuern zu bezahlen.

Und das beste an den Ferien-Erinnerungen? Man muss sie nicht auspacken! ;O)



Ich wünsche Dir schon jetzt wuuuuuuunderbare Ferien und wenn Du magst, dann schreibe mir Deine lustigen Erlebnisse aus den Ferien. Ich würde mich darüber freuen!

Deine
Flyinghousewive