Sonntag, 24. Januar 2016

Ausmisten - 10 Tipps



Hallo!

Neues Jahr - neue Vorsätze!

Ein Klassiker, nicht? Tja...es geht mir nicht anders, als vielen anderen.

Ich habe aber gelernt, dass ich meine Vorsätze immer so gestalten muss wie mein Leben. Chaotisch!

Das heisst: meine Vorsätze, meine Regeln! Ich bin so konsequent wie ich will, mag, kann.

Früher setzte ich mich unter Druck (oder liess es zu, dass andere mich unter Druck setzten) und scheiterte meistens an meinen eigenen zu hoch gesteckten Ziele.

Heute weiss ich: ich bin so stark, wie ich schwach bin.

Ich nehme mir schon Sachen vor, aber kann gut damit leben, wenn ich es nicht schaffe sie so konsequent zu erledigen, wie ich es gern gehabt hätte.

Auch kleine Schritte, sind Fortschritt!

In diesem Sinne habe ich schon letzte Woche damit angefangen bei mir Zuhause auszumisten.

Du weisst ja wie es ist...die Schränke füllen sich, der Keller auch und überall findest Du Dinge die Du nicht mehr brauchst, Dir nicht mehr gefallen, die unvollständig sind und papipapööööö....

Meine Wohnung ist grundsätzlich sehr ordentlich. Ich verstaue ordentlich Dinge und brauche sie dann jahrelang nicht mehr. Mein mehr oder weniger grosses Sammlerherz hängt an Dinge, die ich nie benutze. Wahnsinn! Völliger Bullshit! Ich ärgere mich ab mir selber, dass ich es nicht schaffe z.B. meine grosse CD-Sammlung auszumisten. Meine Rezeptheftli aus Italien kochen bald selber vor lauter Langeweile, meine Dekokiste zu organisieren und vieles, VIELES mehr.

Darum habe ich ein wenig im Internet recherchiert und hier ein paar Tipps für Dich und natürlich auch für mich rausgesucht. Alle Tipps sollten uns weiter helfen und endlich mehr Platz schaffen.

Let's do it!

  1. Es macht keinen Sinn an 7 Ecken gleichzeitig auszumisten. Such Dir z.B. ein Zimmer aus und beginne mit einer Kommode an. So bleibt es übersichtlich und kleine Erfolge setzen schneller ein. Je nach Zeitaufwand kannst Du viel erreichen und wenn nicht...egal! Es ist sicher schon mal mehr, als es vorher war.
  2. Gestalte eine kleine Challenge mit Dir selbst. Z.B. beim Kleiderschrank. Du hast 3 Stunden Zeit und in dieser Zeitspanne sollst Du alle T-Shirts, Hosen und die ganze Unterwäsche aussortieren und ausmisten. Wenn Du das schaffst, dann gibt's eine Belohnung. Ein neuer Lippenstift, ein Snickers, eine Kissenschlacht mit Junior/Schatz.
  3. Die 3-Boxen-Methode funktioniert sehr gut. Um Deine Ausmist-Aktion zu erleichtern, solltest Du 3 Behälter bereitstellen. WEGWERFEN - WEISS NICHT SO RECHT - BEHALTEN. Ich wende sie nicht immer an, weil ich vorher schon weiss wo ich mich problemlos entscheiden kann und wo nicht. Das musst Du selber herausfinden, ob Du das auch kannst.
  4. Ich überlege mir schon vorher, wie ich das Ausgemistete los werde. Kann ich etwas davon schenken? Verkaufen? Wo kann ich es entsorgen? In meinem "Köpfli" sehe ich schon wie das Zeug weg kommt und das gibt mir ein gutes Gefühl.
  5. Der emotionale Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Ich bin da auch so ein Opfer. Man hängt an gewissen Sachen, nicht weil man sie noch braucht (und wenn möglich noch nie gebraucht hat), sondern weil irgend eine Erinnerung oder Gefühle damit verbunden sind. Nun...die Erinnerungen tragen wir in unserem Herzen und in unseren Gedanken und sie sind nicht auf der vertrockneten Blume und auch nicht an dem verrostetem Toaster von Deiner Grossmutter.
  6. Denke an alle Sachen die Du schon ausgemistet hast und frag Dich, ob Du sie je wieder vermisst wirst. Ich wage zu behaupten, dass es prozentual sehr wenige sein werden.
  7. Wieviel ist das Aussortierte wert? Diese Frage wirst Du Dir jedes Mal stellen. Das mach ich auch. Bei mir schwirrt dieser Gedanke ganz vorne mit und hemmt mich enorm. Ich habe grosse Mühe damit und überlege mir immer, ob ich dies oder das noch verkaufen könnte. Flohmarkt, Internet und Co. stärken diesen Gedanken und stoppen viele meiner Ausmist-Aktionen. Schlussendlich ist es aber so, dass ich keine Zeit für Flohmärkte habe und wenn ich sie habe, dann könnte ich 3 Tage lang ein Zelt aufstellen und verkaufen. Darum muss man zwischendurch einfach gedanklich "Tschüss-Geld" sagen und sich selber eingestehen, dass der Wert des 10 Jahre alten Mantels NICHT wieder zurück kommt...ausser er ist ein Chanel oder YSL.
  8. Geh auf Schatzsuche! Manchmal findet man in der eigenen Wohnung wieder schon lang vergessene Schätze und das macht Spass! Das sind aber Ausnahmen. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass wenn Du es über 1 Jahr nicht vermisst hast, Du es auch jetzt nicht brauchen wirst.
  9. Emotionen...ja...schon wieder. Es ist halt einfach so...man behält Sachen, weil man sie vergessen hat oder irgend ein Gefühl damit verbunden ist. Hier sollte man sich aber ganz klar eine Frage stellen: LIEBE ICH DAS? Ich erkläre das mal auf meiner Weise. Ich habe X Blush's in meiner Schminksammlung. Ich brauche sie nicht, mehrheitlich liegen sie ungebraucht in der Kommode....aber ICH LIEBE SIE! Sie machen mir Freude und zwischendurch schau ich sie mir an und kontrolliere, ob es meinen Schätzchen noch gut geht (das gleiche mache ich auch mit meinen High-Heels). Somit dürfen sie bleiben. Alles was nicht diese LOOOOOOVE-Moments erzeugt, darf man getrost ausmisten.
  10. Schlaf darüber! Du hast jetzt die 3 Kisten (weisst Du noch? Siehe Nr. 3) und bist völlig fertig mit den Nerven (oder einfach nur müde und genervt). Lass das Zeug liegen und schlaf darüber. Das wird Dir Luft geben und gewisse Zweifel bereinigen. Wenn Du aber zu den ewigen "oooohhhh....ich weiss nicht...soll ich oder soll ich nicht?-Typ" gehörst, dann nimm die Wegwerf-Kiste und entsorge das Zeug s-o-f-o-r-t!!! Du wirst doch nicht Deine ganze Arbeit wieder zu Sau machen?
Wie gesagt...ich stelle mich selber nicht unter Druck und muss auch in der richtigen Stimmung sein für's Ausmisten. Ich freue mich über jeden kleinen Schritt in dieser Richtung und bin auch ganz stolz darauf, wenn ich wieder ein Mini-Projekt geschafft habe. Diese Woche habe ich zwei 60l-Säcke gefüllt (die mein Mann Heute Morgen entsorgt hat) und nächste Woche packe ich es wieder an.

Wenn Du das auch willst, dann überlege Dir mal in einer ruhigen Minute, wie Du das anpacken willst. Regeln sind da, damit man sich damit auseinandersetzen kann. Manchmal passen sie, manchmal nicht.

Ich kann Dir nur eine Sache versprechen: Du wirst Dich danach SEHR GUT fühlen und das ist unbezahlbar.

Deine
Flyinghousewive